Das Abenteuer beginnt!
Unser russisches Abenteuer begann am 26.2.2017. Am Vortag und noch am selben Tag waren Maria und ich damit beschäftigt, unseren dritten Koffer gemeinsam mit Küchenutensilien und anderen nützlichen Gegenständen zu füllen (was sich als äußerst schwierig herausstellte weil keiner der 3 Koffer zu viel wiegen durfte - also mussten wir Zeug hin und her und wieder hin und her räumen bis wir - und unsere Koffer - endlich startklar waren).
Um noch einmal so richtig österreichisch zu essen (bevor's nur noch Borschtsch und Vodka gibt :D), bekochten meine lieben Eltern uns mit Hendlhaxen und Nudelsuppe. Und als Nachspeise dann sogar noch einen Faschingskrapfen - jetzt wo ich das schreibe sitzt Maria neben mir und sehnt sich wieder nach Krapfen und Kaffee :P.
Am späten Nachmittag führte uns mein Papa dann zur Flixbus-Haltestelle, von wo aus unsere eigentliche Reise begann. Da wir aber doch etwas länger auf den Flixbus warten mussten und unsere Aufregung schon unglaubliche Ausmaße annahm, machten wir halt was jeder in so einer Situation machen würde: Fotos schießen! :D
Und wo wär der Witz an der Sache wenn dabei nicht auch ein paar blöde Fotos entstünden?


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| Ich glaube hier sieht man uns die Aufregung besonders gut an :D |
Am Flughafen München angekommen, hieß es erstmal die 3 großen Koffer mit 2 kleinen Koffer und Hand- bzw. Laptoptaschen quer durchs Flughafengelände zu transportieren. Ein hoch auf Gepäckswagen!Am Schalter unserer Airline angekommen, wollten wir nun endlich einchecken - wir hatten dies zuvor schon online versucht, aber leider kam da immer die Meldung über einen "technischen Fehler". Dies erklärten wir auch der Dame am Schalter, als diese und mitleidvoll mitteilte, dass der Flug leider überbucht war und für uns keine Sitzplätze mehr frei wären. Wir glaubten wir hätten uns verhört. Keine Sitzplätze? Wir haben doch über ein Reisebüro reserviert? Und jetzt fliegt das Flugzeug einfach ohne uns nach Russland? Die Dame erklärte uns, dass sie damit auch nicht einverstanden sei, aber, dass alle großen Fluglinien das so handhabten, damit sie selbst möglichst wenig Verlust machen, falls jemand seinen Flug storniert. Sie spekulieren also darauf, dass jemand storniert. Und wenn nicht dann - tja....steht man da und bekommt keinen Sitzplatz. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: die Entschädigung war das auf alle Fälle wert.
Zunächst einmal wurde uns ein Gutschein in angemessener Höhe für einen weiteren Flug mit der selben Airline ausgestellt. Außerdem gab man uns zwei Gutscheine für ein Abendessen in einem guten bayrischen Restaurant (mit echten bayrischen Spezialitäten!). Oooh ja, das Essen war richtig gut. Und der Wein auch. :D


Außerdem durften wir im Hilton-Hotel-München (5 Sterne!) übernachten und am nächsten Morgen im Hotel frühstücken (all-you-can-eat-Buffet :) ). Zwar fühlten wir uns etwas Fehl am Platz, weil ja doch einige wichtige Geschäftsleute mit Anzug und Krawatte dort speisten - aber das Frühstück war richtig klasse.





Nach dem Frühstück ging es dann endlich zum Flugzeug. Da wir aber das Buffet voll auskosten wollten und uns sowieso am Flughafengelände befanden, haben wir die Zeit etwas knapp bemessen und mussten uns dann doch beeilen. Aber dafür hatten wir null Wartezeit und konnten's uns sofort im Flugzeug in der Business Class - jap, wir wurden upgegradet - bequem machen. Ich glaub das war wohl das erste und einzige Mal, dass wir Business Class geflogen sind, aber ich muss schon sagen, dass es den Flug viiiiiiiel angenehmer macht. Für uns war das natürlich ein super Erlebnis: jeder bekommt Tablets zum Film schauen und Musik hören ausgeteilt, man darf das Essen (4 unterschiedliche Gänge) selbst per Karte aussuchen, darf so viel Wein und andere Getränke konsumieren, wie man möchte, und die Sessel an sich sind natürlich auch viel größer und bequemer.
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Das Flugzeug brachte uns zunächst nach Moskau, wo der Winter das Land noch sichtlich im Griff hatte.

Dort angekommen, warteten wir unseren Anschlussflug nach Krasnodar ab. 3 Flugstunden später empfingen uns zwei unglaublich nette Mädels - Яра (Jara) und Анна (Anna) - am Flughafen Krasnodar und brachten uns - via Marschrutka - zu unserem AirBnB. Für alle die es nicht wissen: eine Marschrutka ist eine Art Sammeltaxi (in der Größe von einem Kleinbus) mit fixen Sammelpunkten. Allerdings muss man dem Fahrer immer Bescheid geben, damit er stehen bleibt. Das bedeutet im Notfall (also wenn die Marschrutka voll gestopft ist - so wie meistens) von ganz hinten vorschreien. Ungewohnt für uns Österreicher :D. (Und das hat bei uns auch beim ersten Mal nicht geklappt :P - aber darüber berichten wir in einem anderen Post).
Das war's - wir waren wirklich in Russland angekommen. Wir würden also das nächste Jahr in dieser - für russische Verhältnisse kleinen, für unsere Verhältnisse großen - Stadt verbringen.

Bravo, sehr gut geschrieben. Fein, dass man das so in Ruhe lesen kann.
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